Beeindruckende Vorträge zum Klimawandel

Letzte Woche fand unser Informationsabend zum Thema Klimawandel statt.
Wir hörten zwei sehr gegensätzliche Vorträge – einmal einen sehr wissenschaftlich-nüchternen, über die zu erwartenden Folgen des Klimawandels in den verschiedenen Regionen Deutschlands und einen sehr persönlichen über die eigene Wahrnehmung und die ganz persönlichen Konsequenzen.

Doch der Reihe nach: Frau Mühlbacher – Dipl.-Meteorologin vom Deutschen Wetterdienst München erläuterte, wie mittels verschiedener Klimamodelle die Folgen der globalen Erwärmung berechnet werden und wie die Ergebnisse für die einzelnen Regionen zu stande kommen. Klar wurde, dass die Wetterextreme (Regen, Temperatur, Wind) zunehmen und die Folgen gravierend sind.
Ihre Präsentation kann hier eingesehen werden.

Ludwig Moosmüller erzählte in seinem Vortrag seine eigene Geschichte, die mit einer Entfremdung beginnt – eine Entfremdung von seiner Berufung als Landwirt, der Teil einer Agrarindustrie ist, der dazu beiträgt, dass auf dem Weg zum maximalen Wachstum die Arten sterben, der Humus verschwindet, das Grundwasser verseucht und das Klima geschädigt wird.
Zudem kauft er als milchproduzierender Landwirt seine Lebensmittel ebenfalls im Supermarkt, die zum großen Teil in weit entfernten Agrarindustrien erzeugt werden.
Aus dieser klaren Einsicht hat er eine bemerkenswerte Lösung entwickelt, die hoffentlich viele Nachahmer findet: Den Gemeinschaftsgarten Göttersberg in Aschau.

Gemeinsam mit 10 Familien bewirtschaftet er ein Stück Land als Teil einer Kreislaufwirtschaft – solidarisch, nachhaltig, und sehr wichtig: mit viel Freude und Spaß. Auf seiner weiteren Agenda stehen die Punkte:
1. Entwicklung hin zu einer Ganz-Jahres-Versorgung
2. Wirtschaftlichkeit erreichen
3. Das Modell verbreiten

Wenn sich am Samerberg ein Landwirt findet, der dieses Modell übernimmt, sind interessierte Familien garantiert. Wir wünschen Ludwig Moosmüller großen Erfolg.

Anmerkung: Dass von unserem Gemeinderat niemand die Zeit (einer hatte sich entschuldigt) für diese bemerkenswerten Vorträge fand, lässt vermuten, dass dieses Thema in unserer Gemeindeführung noch nicht angekommen ist.

Wir wünschen uns, dass aus den genannten Erkenntnissen die Konsequenzen gezogen werden.

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