Listenplatz 5: Viktoria Krieger

Mein Name ist Viktoria Krieger, bin 61 Jahre alt und lebe am Samerberg seit 1983.

In Törwang haben mein Mann und ich geheiratet. Unsere beiden mittlerweile erwachsenen Töchter haben hier eine wundervolle naturverbundene Kindheit verbracht, wie sie nur wenigen Kindern vergönnt ist. Sie wuchsen mit viel Freiheit in Friesing auf und verbrachten viel Zeit bei den Nachbarn auf dem Bauernhof.

Mit dem Geburtsunfall unserer älteren Tochter, die seitdem ein Handicap mit sich trägt, änderte sich unser Lebensplan von einem Tag auf den anderen. Der Samerberg hat sehr geholfen die daraufhin anstehenden Herausforderungen zu meistern.

Zum einen schöpften wir Kraft aus dem unmittelbaren Naturerleben in seinem jahreszeitlichen Wechsel und zum anderen trafen wir auf sehr wertvolle Menschen, die uns begleiteten. Diese Freundschaften überdauern und zeigen wie verwurzelt wir in der Gemeinde sind, als Beispiel das alljährliche ‚Kranzlbinden’ zur Adventszeit in großer Runde bei uns zuhause.

Beruflich bin ich Architektin, habe in München an der TU studiert. Nach dem Diplom legte ich noch die 2.Staatsprüfung zum Regierungsbaumeister ab. Im Anschluss arbeitete ich bei der Regierung von Oberbayern in der Städtebauförderung. Später befasste ich mich im Stadtplanungsamt der Stadt München mit der Auslagerung des Flughafens. Ein damals zukunftsweisendes Wohnprojekt in Niederbayern realisierten wir 1993, mein Mann und ich, mittlerweile im eigenen Architekturbüro. Fünf Familien mit je drei Kindern hatten die Idee in enger Nachbarschaft zusammen zu wohnen und zu bauen.

Gemeinsam entwickelten wir ein Wohnmodell, das nach wie vor gut funktioniert, wie sich zeigt. Die Enkel wachsen heran. Die Großeltern überlegen heute bereits, welche neuen räumlichen Lösungen für sie künftig in Frage kommen.

Ich möchte meine Erfahrungen und Kompetenzen in die Gemeindearbeit einbringen. Wir sind eine Gemeinschaft und deshalb miteinander stärker, weil wir uns ergänzen und gegenseitig unterstützen können. Unsere Lebensqualität hängt nicht zuletzt von der Art und Weise ab, wie wir wohnen.

Wie sieht das Wohnen der Zukunft hier am Samerberg aus?

Lasst uns gemeinsam über neue lebendige, generationenübergreifende Wohnformen nachdenken und diese umsetzen.

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